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Bekenntnis der Regierungskoalition zum Filmstandort Deutschland
Im 124-seitigen Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und FDP, der heute Abend in Berlin feierlich unterzeichnet wird, nimmt der Schwerpunkt "Film" zwar nur acht Zeilen ein. Die knappen Worte täuschen jedoch nicht über ein ebenso breites wie engagiertes Programm hinweg.
Wurde in den vergangenen Tagen noch von ein oder anderer Seite Nervosität geschürt, was die Zukunft des DFFF betrifft (der sich als eine von unzähligen Positionen auf der berüchtigten "Streichliste" von Ex-Finanzminister Peer Steinbrück befand), so darf nun wohl endgültig Entwarnung gegeben werden: "Wir werden den Filmstandort Deutschland weiter stärken und deshalb den erfolgreichen Deutschen Filmförderfonds fortführen" heißt es im Vertrag. Zwar schließt diese grobe Formulierung eine Fortführung mit reduzierten Mitteln nicht per se aus, allerdings war aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren, dass eine Reduzierung nicht geplant ist, statt dessen unter Umständen sogar eine Aufstockung möglich sein soll.
Verständigt hat sich die Koalition auch über eine Novellierung des Filmförderungsgesetzes. Diese soll, ebenso wie eine künftig stärkere Einbeziehung der KfW Bankengruppe in die Filmfinanzierung, eine nachhaltige Finanzierung des Kinofilms in Deutschland gewährleisten. Auch der digtale Rollout ist Teil der politischen Agenda. Im Koalitionsvertrag heißt es dazu: "In einer Gemeinschaftsaktion von Filmwirtschaft, Filmförderungsanstalt (FFA), Bund und Ländern soll schrittweise die flächendeckende Digitalisierung der Kinos erfolgen, um die kulturelle Vielfalt in Deutschland zu erhalten." Als Ziel wurde schließlich auch die dauerhafte Sicherung des nationalen Filmerbes festgehalten.
